24. Mechenharder "Grand Prix" 2009
 
 
Als Addy Becker 1983 seinen ersten Satz Boulekugeln bei der französischen Garnison in Berlin-Tegel (DM 31,50) kaufte, ahnte er nicht was das für Folgen haben sollte, dass er wieder nach Mechenhard ziehen und einen der mittlerweile mitgliederstärksten Boule-Clubs in Bayern ins Leben rufen würde, der seinen Ursprung in den „Bauerntännchen“ am Mechenharder Waldspielplatz hat.

1986, anlässlich des Erlenbacher Weinfestes und der Anreise Berliner und Hamburger Freunde Addys, suchte er ein geeignetes Gelände zum Boule spielen. Nach langer Suche in der doch sehr hügeligen und schiefen Mechenharder Gemarkung fand sich nur dieses Wäldchen, das ein Spiel ermöglichte. Eigentlich war angedacht, auf dem kurzen Waldweg zu spielen, doch die Spieler gingen bald ihre eigenen Wege (wie Boulespieler halt so sind) und kurzerhand wurde der gesamte Wald oberhalb des Weges zum Terrain Libre erklärt. Dieser äußerst anspruchsvolle Untergrund mit dicker Laubschicht, herumliegenden Ästen und
umherstehenden Bäumen mit ihrem mächtigen Wurzelwerk wurde zur echten Herausforderung, nicht nur für die angereisten Boulespieler, sondern auch für die hiermit auf ihren Heimvorteil verzichtenden Mechenharder. Seither wird der von den Stiftern so getaufte „Grand Prix“ alljährich am Weinfest-Samstag ausgetragen.

Immerhin 16 Spieler fanden sich dieses Jahr zum Turnier ein, trotz Weinfest-Nachwehen und parallel stattfindener Bayernliga-Spiele und der DM-Mixte-Quali in München.
Das Turnier nahm einen überraschenden Verlauf, denn erstmals gewann der frühere Vizepräsident und derzeitige Kassenwart Christoph Muli Don Christobalo Müller alle 4 Partien und damit das Turnier. Ebenso überraschend konnte Addy erstmals trotz aller Mühen nicht ein einziges Spiel für sich entscheiden, was aber nur den vorletzten Platz bedeutete, es gab auch für den letzten Platz eine starke Konkurrenz, gell Katja? Traditionell erhielt jeder Teilnehmer ein frei zu wählendes Präsent aus der Ärztekammer des Vereinsmediziners Olaf, von den Krisengeschüttelten Banken und von Big Brother. Für das leibliche Wohl sorgen mittlerweile schon traditionell Regina und Christoph, die alles notwendige per Schubkarren anliefern und nicht zu vergessen, der herrliche Milchkaffee, der wie in einer italienischen Bar über die Straße serviert wird.

Der 1986 nachträglich von August Pegel und Manni Zenker(†) aus Hamburg gestiftete, mittlerweile etwas ramponierte Wanderpokal, der übrigens exakt eine Flasche Sekt fasst, hier in den Händen des glücklichen Siegers.

 

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